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MEDIAFIX scannt Diasammlung archäologischer Fundstücke der Uni Köln

Dr. Tilman Lenssen-Erz ist Leiter der Felsbildforschung der Forschungsstelle Afrika der Universität Köln. Bei MEDIAFIX ließ er eine große Sammlung (ca. 5.500 Dias) von Fotografien prähistorischer Felsbilder aus unterschiedlichen Teilen Afrikas scannen und nutzte zum einen unseren Hasselblad-Scanservice und zum anderen unsere Premium plus-Auflösung beim Scannen von Kleinbilddias.
Wir von MEDIAFIX haben ihm dazu ein paar Fragen gestellt.

 

Dr. Tilman Lenssen-Erz
Dr. Tilman Lenssen-Erz

Herr Dr. Lenssen-Erz, erinnern Sie sich noch, wann Sie das letzte Mal analog fotografiert haben?
Im Jahr 2005 fing es bei uns am Institut mit der digitalen Fotografie an. Bis zu dem Zeitpunkt wurde alles analog dokumentiert. Die Ausrüstung – sprich Kameras und Filmmaterial – waren für unsere Arbeiten von großer Bedeutung und aus diesem Grund auch sehr hochwertig und perfekt für unsere Arbeiten optimiert. Im Zuge der aufkommenden digitalen Fotografie wurde es immer schwieriger, an hochwertiges Filmmaterial heranzukommen. Zudem waren die Möglichkeiten bei der analogen Fotografie natürlich auch begrenzt.

Welche Rolle haben Dias in Ihrem Leben gespielt?
Privat habe ich mir schon als Jugendlicher recht früh eine Spiegelreflexkamera gekauft und zuerst auf Schwarzweiß-Diafilm und später dann auf Farb-Diafilm fotografiert. Durch etliche Reisen im Laufe der Jahre habe ich eine stattliche Diasammlung zu Hause.
Beruflich spielt in der Archäologie die Fotografie natürlich eine große Rolle, denn Fotos sind das Ausdrucksmittel meiner Arbeit als Archäologe. Das Ziel ist, ein großes Bildarchiv auszubauen. Aus diesem Grund habe ich auch in meiner beruflichen Laufbahn immer viel mit der Fotografie zu tun gehabt.

Warum haben Sie Ihre alten Dias vor Kurzem scannen lassen?
Wir haben vor zwei Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, hunderttausende Bilder unseres Institutes zu scannen, um sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Teilweise sind die Bilder, die alle bei uns in Schränken lagern, über 50 Jahre alt und es war an der Zeit, diese zu scannen, da das Bildmaterial leider nicht ewig hält. Erstens haben wir die alten Dokumentationen somit für die Zukunft gerettet und zweites können wir sie auf diese Art und Weise einer viel breiteren Masse zugänglich machen.

Erzählen Sie uns doch ein bisschen von den Bildern! Wie alt sind sie und was sind es für Motive?

Libyen 1963
Libyen 1963

Wir fertigen für unser Institut Fotos von prähistorischen Felsbildern in der Sahara und in Namibia an. Meist wurde auf Kleinbildmaterial fotografiert, früher auch teilweise auf Mittelformat. Die ältesten Bilder sind von Ende 1940er Jahre.
Der klassische Arbeitsprozess eines Archäologen (wie zum Beispiel Ausgrabungsarbeiten) entfällt hier, da die Felsbilder frei zugänglich sind. Das entscheidende Element ist bei der Dokumentation ein ausgezeichnetes Bild, denn die genaue Wiedergabe der Felsbilder ist für unsere weitere Arbeit und die Dokumentation sehr wichtig. Hinzu kommt auch noch, dass die Felsbilder vor Ort im Laufe der Jahre verblassen und wir mit den Fotos trotz des Verfalls ein verlässliches Dokument wahren möchten.

Haben Sie ein Lieblingsbild? Wenn ja: Welche Geschichte steckt dahinter?

Brandberg in Namibia
Brandberg in Namibia

Mein Lieblingsbild ist das Foto eines Felsbildes eines großen Szenariums am Brandberg in Namibia. Um das Felsbild, welches sich in einer sehr entlegenen Gegend befindet, betrachten zu können, muss man mit großer Anstrengung gut 2.000 Meter auf einen Berg steigen. Rundherum ist nur Natur und nichts, was vom Menschen geschaffen ist: Man nähert sich dem Bild also sehr unbefangen. Immer wenn ich es dann sehe, bleibt mir buchstäblich die Luft weg, denn das Felsbild ist sehr ausdrucksstark, farbenfroh und viele kleine Details sind zu erkennen. Ich habe es schon oft besucht, bin aber jedes Mal aufs Neue beeindruckt. Wenn ich das Foto des Felsbildes betrachte, kann ich mich immer wieder in die Situation vor Ort versetzen.

Was haben Sie mit den gescannten Bildern vor?
Unser bereits erwähntes Projekt dient dazu, unsere alten Fotos der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Wir haben viele abgelegene Gegenden bereist und es besteht ein hohes – auch internationales – Interesse an den Bildern. Im Zuge des Scannens der alten Fotos werden diese mit Metadaten versehen und in eine Datenbank eingepflegt. Dieses ist einfacher und praktischer als beispielsweise eine Buchproduktion.
Zurzeit umfasst diese Datenbank bereits 20.000 Bilder, die online über die Uni Köln zugänglich sind (unter www.arachne.uni-koeln.de, Suchbegriff “AAArC”).

Wir freuen uns, dass Sie Ihre Dias in unsere Hände gegeben haben! Wie sind Sie auf MEDIAFIX aufmerksam geworden?
Das ist eine lustige Geschichte: Im Kölner Stadtanzeiger las ich einen Artikel über MEDIAFIX und schaute mir daraufhin die Homepage an. Hier entdeckte ich bei den Beispielbildern ein mir bekanntes Bild, welches eine unserer Expeditionen am Brandberg in Namibia darstellte. Eine Kollegin von damals hatte bereits private Bilder bei MEDIAFIX digitalisieren lassen und dem Unternehmen zur Veröffentlichung auf seiner Homepage zu Verfügung gestellt.

Sind Sie mit Qualität, Service und Preisen bei MEDIAFIX zufrieden?
Ja, das bin ich sehr. Wir haben ca. 3.500 Mittelformat- und ca. 2.000 Kleinbilddias bei MEDIAFIX scannen lassen. Die meisten der Dias waren in Glasrahmen, bzw. teilweise gerahmt oder steckten noch in Acetathüllen. Die Verglasung der Bilder stellte für unsere Scanner ein Problem dar und war so nicht machbar. Toll, dass MEDIAFIX mit guten Lösungen und erstklassigem Service dann für uns da war und uns helfen konnte, dieses „Problem“ aus der Welt zu schaffen.

Warum würden Sie MEDIAFIX weiterempfehlen?
Weil wir von dem Unternehmen – trotz unseres „Spezialfalles“ – sehr gut aufgenommen wurden. Schnell fand man eine Lösung. Angenehme Gespräche und eine gute Kundenbetreuung rundeten das alles für uns ab. Produkt und Qualität bei MEDIAFIX sind unschlagbar. So etwas ist nicht selbstverständlich und vor allem nicht überall möglich. Uns konnte so viel Arbeit erspart werden und von der Qualität bin nicht nur ich begeistert.


Herr Dr. Lenssen-Erz wir bedanken uns bei Ihnen für das angenehme und vor allem sehr interessante Gespräch!